top of page

Cannabis richtig trocknen: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Dauer & Anleitung

Autorenbild: Marius Lika
Marius Lika
21. Aug.
17 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 24. Aug.

Cannabis richtig zu trocknen ist entscheidend für Aroma, Qualität und ein angenehmes Rauchverhalten. Dabei kommt es vor allem auf eine langsame, gleichmäßige und kontrollierte Trocknung an. Zu hohe Temperaturen, zu trockene Luft oder eine zu schnelle Trocknung können die Qualität der Blüten beeinträchtigen.

In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du Cannabis richtig trocknest, welche Temperatur und Luftfeuchtigkeit sinnvoll sind und wie lange die Trocknung normalerweise dauert. Wenn du deine Trocknung in einer Cannabis Trockenbox durchführen möchtest oder dich speziell für das Trocknen im Karton interessierst, findest du dazu auch ausführliche Anleitungen.

Wenn du tiefer in die Materie einsteigen möchtest, gehen wir später im Artikel auch auf VPD, Wasseraktivität (aw), Gewichtsverlust und die wissenschaftlichen Hintergründe der Cannabis-Trocknung ein.


Trockennetz mit Cannabisblüten, Hygrometer zeigt 18°C, 55% Luftfeuchtigkeit, VPD ca. 0,93 kPa.


Cannabis trocknen: die wichtigsten Werte

Parameter

Empfehlung

Temperatur

18-21 °C

Luftfeuchtigkeit

ca. 50-55 % relative Luftfeuchtigkeit

Trocknungsdauer

meist 7-14 Tage

Licht

möglichst dunkel

Luftbewegung

gleichmäßig und indirekt

Die Werte sind dabei keine starren Vorgaben. Je nach Größe und Dichte der Blüten, Trimm-Methode, Luftbewegung und den Bedingungen im Trockenraum kann sich die tatsächliche Trocknungsdauer deutlich unterscheiden. Unser Ziel: Die Blüten sollen langsam und gleichmäßig trocknen, ohne dass die äußeren Bereiche zu schnell austrocknen, während im Inneren noch zu viel Feuchtigkeit vorhanden ist. Gleichzeitig müssen Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftzirkulation so eingestellt sein, dass Schimmel und Fäulnis vermieden werden. Eine langsame und gleichmäßige Trocknung wird häufig als Slow Dry oder Slow Drying bezeichnet.

Cannabis trocknen mit Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Schneiden und Vorbereiten

  • Erntezeitpunkt: Wenn die Trichome milchig und vereinzelt bernsteinfarben sind.

  • Entferne große Blätter („Fan Leaves“), die beim Trocknen Feuchte stauen könnten.

  • Schneide ganze Zweige oder kleinere Äste, statt einzelne Buds. Das sorgt für eine gleichmäßige Trocknung.

  • Lass kleine Zuckerblätter an den Buds, da sie Trichome schützen und den Trocknungsprozess etwas verlangsamen.


2. Mit genügend Abstand aufhängen

  • Hänge die Zweige kopfüber auf, bspw. an Schnüren, Drähten oder in einem Trockenzelt.

  • Halte einige Zentimeter Abstand zwischen den Zweigen, damit die Luft überall zirkulieren kann.

  • Verwende für kleine Buds ein Trockennetz, aber achte auf genügend Abstand zwischen den einzelnen Cannabisblüten.

  • Vermeide direkten Luftstrom auf die Blüten! Eine sanfte Umluft reicht völlig aus.


3. Klima richtig einstellen

Parameter

Zielwert

Wirkung

Temperatur

18-21 °C

langsames, aromaschonendes Trocknen

Luftfeuchtigkeit (rF)

50-55 %

verhindert Schimmel und Über­trocknung

Luftbewegung

sanft, indirekt

gleichmäßiges Klima

Licht

Dunkelheit

förder Chlorophyll-Abbau

→ Nutze ein Hygro-/Thermometer mit Datenlogger, um Werte stabil zu halten.

→ Bei zu feuchter Luft: kleiner Entfeuchter oder stärkere Abluft.

→ Bei zu trockener Luft: Wasserschale oder feuchtes Tuch im Raum.


Für eine kontrollierte Trocknung solltest du Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit regelmäßig überwachen. Ein Thermo-Hygrometer zeigt dir direkt, ob sich das Klima im gewünschten Bereich bewegt. Bei dauerhaft zu hoher Luftfeuchtigkeit kann zusätzlich ein Luftentfeuchter sinnvoll sein. Welche Leistung und Bauart geeignet ist, hängt vor allem von der Größe des Trocknungsraums und der vorhandenen Luftzirkulation ab.


4. Feuchtigkeit prüfen

  • Nach einigen Tagen Feuchtigkeit überprüfen:

    • Außen fühlen sich die Buds trocken an,

    • kleine Zweige knacken hörbar,

    • die Buds selbst sind elastisch, aber nicht feucht.

  • Optional: Wasseraktivität (aw) messen → ideal 0,55-0,65.


Schritt-für-Schritt-Anleitung um Cannabis zu trocknen. Icons und Text auf Englisch. 1.cutting branches; 2. hanging buds; 3. climate control; 4. testing dryness; 5. curin in glass jars.

Das ideale Klima beim Trocknen

Die wichtigsten Zielwerte haben wir bereits zusammengefasst. Entscheidend ist jedoch nicht, einzelne Werte isoliert zu betrachten, sondern Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung gemeinsam im Blick zu behalten.

Faktor

Zu niedrig

Idealbereich

Zu hoch

Temperatur

< 16 °C → Trocknung sehr langsam; bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit kann das Schimmelrisiko steigen

18-21 °C → langsame und gleichmäßige Trocknung

> 23 °C → Trocknung beschleunigt sich; höhere Temperaturen können den Verlust flüchtiger Aromastoffe begünstigen

Luftfeuchtigkeit (rF)

< 45 % → äußere Bereiche können zu schnell austrocknen, während im Inneren noch Feuchtigkeit vorhanden ist

50-55 % rF → guter Ausgangsbereich für eine langsame Trocknung

> 60 % → Trocknung verlangsamt sich; bei dauerhaft hoher Feuchtigkeit steigt das Schimmelrisiko

Luftbewegung

zu wenig → Feuchtigkeit kann sich stauen; Schimmelrisiko steigt

sanft und indirekt → gleichmäßiger Luftaustausch

direkter Luftstrom → äußere Bereiche können zu schnell austrocknen

Licht

nicht relevant

Dunkelheit → schützt die Blüten während der Trocknung

starkes Licht → kann die Qualität der Blüten beeinträchtigen


Temperatur

Für eine langsame und gleichmäßige Trocknung empfehlen wir 18-21 °C. Etwas höhere oder niedrigere Temperaturen sind nicht automatisch problematisch, können die Trocknungsdauer und das Ergebnis jedoch beeinflussen.

Luftfeuchtigkeit

Eine relative Luftfeuchtigkeit von 50-55 % ist ein guter Ausgangspunkt. Bei zu trockener Luft können die äußeren Bereiche der Blüten schneller austrocknen, während im Inneren noch Feuchtigkeit vorhanden ist. Bei dauerhaft zu hoher Luftfeuchtigkeit steigt dagegen das Risiko für Schimmel.


Luftbewegung

Die Luft sollte sich sanft und gleichmäßig bewegen, ohne direkt auf die Blüten zu blasen. So wird feuchte Luft aus dem Bereich der Blüten abgeführt, ohne die äußeren Bereiche unnötig schnell auszutrocknen.


Dunkelheit

Während der Trocknung solltest du die Blüten möglichst vor Licht schützen. Deshalb eignet sich ein dunkler Raum, eine lichtundurchlässige Box oder ein entsprechend abgedunkeltes Zelt.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit zusammen betrachten

Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit beeinflussen gemeinsam, wie schnell Feuchtigkeit aus den Blüten an die Umgebung abgegeben wird.

Genau hier kommt der VPD ins Spiel: Er beschreibt, wie stark die Umgebungsluft dazu neigt, Feuchtigkeit aufzunehmen, und hilft dabei, das Zusammenspiel von Temperatur und Luftfeuchtigkeit bei der Trocknung besser einzuordnen.

Mehr dazu erfährst du weiter unten im wissenschaftlichen Deep-Dive.


Wie lange dauert die Trocknung?

In der Regel dauert die Trocknung etwa 7-14 Tage. Je nachdem, welche Bedingungen bei dir vorherrschen und wie stark sie von den empfohlenen Werten abweichen, kann sie jedoch auch länger oder kürzer ausfallen. Deshalb solltest du dich nicht ausschließlich an einer bestimmten Anzahl von Tagen orientieren.

Dabei ist eine langsame Trocknung nicht automatisch gleichzusetzen mit einer guten Trocknung. Entscheidend ist, dass die Blüten gleichmäßig trocknen und gleichzeitig Schimmel und Fäulnis vermieden werden.


Woran erkenne ich, dass die Blüten trocken genug sind?

Nach einigen Tagen solltest du regelmäßig prüfen, wie weit die Trocknung fortgeschritten ist. Dabei kannst du dich zunächst an einigen einfachen Merkmalen orientieren:

  • Die Oberfläche der Buds fühlt sich trocken an, während die Blüten im Inneren noch etwas elastisch bleiben.

  • Kleine Zweige knacken hörbar, wenn du sie biegst. Größere Zweige dürfen dagegen noch etwas flexibel sein.

  • Die Blüten sollten nicht mehr feucht wirken, aber auch noch nicht so trocken sein, dass sie beim Anfassen zerbröseln.

Der Stieltest ist allerdings nur eine grobe Orientierung. Wie trocken eine Blüte von außen wirkt, sagt nicht immer zuverlässig aus, wie viel Feuchtigkeit noch im Inneren vorhanden ist. Für eine besonders präzise Kontrolle kann die Wasseraktivität (aw-Wert) bestimmt werden. Diese Methode wird vor allem bei professionellen Cannabisproduzenten, Verarbeitern und in Prüflaboren eingesetzt, um den Feuchtigkeitszustand und das Risiko für mikrobielles Wachstum zu beurteilen. Für Homegrower ist die Messung aufgrund der benötigten speziellen Messtechnik jedoch nicht praktikabel und für eine normale Trocknung auch nicht notwendig.

Für den privaten Anbau reichen in der Regel die genannten praktischen Kontrollmethoden aus. Wer sich genauer für die Wasseraktivität und ihre Bedeutung bei der Cannabis-Trocknung interessiert, findet im wissenschaftlichen Teil dieses Artikels weitere Informationen.


Wie viel Gewicht verliert Cannabis beim Trocknen?

Beim Trocknen verliert Cannabis einen großen Teil seines ursprünglichen Gewichts. Der Grund dafür ist vor allem das Wasser, das während der Trocknung aus den Blüten entweicht.

Als grobe Orientierung kannst du mit einem Gewichtsverlust von etwa 70-80 % rechnen. Aus 100 g frisch geernteten Blüten bleiben nach der Trocknung also ungefähr 20-30 g übrig.

Wie hoch der tatsächliche Gewichtsverlust ausfällt, hängt unter anderem vom ursprünglichen Wassergehalt und vom erreichten Trocknungsgrad ab. Die folgenden Werte sind daher nur als grobe Orientierung zu verstehen:

Gewicht frisch

Getrocknetes Gewicht

100 g

ca. 20-30 g

500 g

ca. 100-150 g

1.000 g

ca. 200-300 g


Welche Methode des Trocknens eignet sich am besten?

Für das Trocknen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Du kannst ganze Zweige aufhängen, einzelne Buds in einem Trockennetz verteilen oder die Trocknung in einer Growbox, einem Karton oder einer speziellen Trockenbox durchführen.

Welche Methode für dich am besten geeignet ist, hängt vor allem von der Erntemenge, dem verfügbaren Platz und den Möglichkeiten zur Kontrolle des Klimas ab.

Zweige aufhängen

Das Aufhängen ganzer Zweige ist die klassischste Methode und eignet sich besonders gut, wenn ausreichend Platz vorhanden ist. Die Blüten trocknen dabei langsam und gleichmäßig, was einen schonenden Trocknungsprozess ermöglicht.


Ein weiterer Vorteil ist, dass die Blüten ihre natürliche Form behalten und sie während der Trocknung nicht auf einer Unterlage liegen müssen. Allerdings benötigst du für größere Ernten entsprechend viel Platz.

Trockennetz

Ein Trockennetz ist eine praktische Alternative, wenn wenig Platz zur Verfügung steht oder du kleinere Buds trocknen möchtest. Die Blüten werden dabei auf mehreren Ebenen verteilt und können platzsparend getrocknet werden. Das Trockennetz kann auch in einer Growbox aufgehängt werden

Achte darauf, die einzelnen Blüten nicht zu dicht nebeneinander zu legen. Andernfalls kann die Luft nicht ausreichend zirkulieren und die Trocknung wird ungleichmäßig. Außerdem können bei größeren und schwereren Blüten Druckstellen entstehen.

Growbox oder Trockenzelt

Eine Growbox oder ein Trockenzelt bietet besonders gute Möglichkeiten, die Bedingungen während der Trocknung zu kontrollieren. Abluft und Umluft können genutzt werden, um Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftaustausch gezielt zu steuern. Wer den Trocknungsprozess stärker automatisieren möchte, kann auch spezielle Systeme wie die DryRocket einsetzen. Das geschlossene System arbeitet mit einem Trocknungsgranulat und ist speziell darauf ausgelegt, die Feuchtigkeit während der Trocknung kontrolliert zu reduzieren. Im Gegensatz zur klassischen Trocknung ist dafür allerdings ein möglichst luftdichtes Growzelt erforderlich.


Wenn du bereits eine passende Growbox besitzt, kannst du sie daher auch für die Trocknung verwenden, bspw. in Kombination mit einem Trockennetz. Für den Anbau kannst du deine Growbox in dieser Zeit logischerweise nicht verwenden.

Karton

Das Trocknen im Karton ist eine einfache und günstige Möglichkeit, wenn du nur wenig zusätzliches Equipment verwenden möchtest. Allerdings lassen sich Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftaustausch darin deutlich schlechter kontrollieren als in einer Growbox oder Trockenbox.


Wenn du mehr über diese Methode erfahren möchtest, findest du in unserem Beitrag "Cannabis im Karton trocknen" eine detaillierte Anleitung.

Trockenbox

Eine Trockenbox ist besonders interessant, wenn du auf wenig Platz möglichst kontrollierte Bedingungen schaffen möchtest. Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftaustausch lassen sich je nach Ausstattung der Trockenbox gezielt steuern.


Wie du eine richtig gute eigene Trockenbox bauen kannst und worauf es dabei ankommt, zeigen wir dir ausführlich in unserem Beitrag: Cannabis-Trockenbox selber bauen.

Trockenraum

Wer größere Mengen trocknen möchte, kann auch einen separaten Trockenraum nutzen. Der große Vorteil ist der verfügbare Platz, gleichzeitig steigt aber auch der technische Aufwand für die Kontrolle der klimatischen Bedingungen.


Trocknungsbeutel

Eine weitere Möglichkeit sind spezielle Trocknungsbeutel. Sie bieten eine kompakte Alternative zur offenen Lufttrocknung und können interessant sein, wenn wenig Platz zur Verfügung steht oder die Trocknung möglichst kontrolliert in einem geschlossenen System erfolgen soll. Ein Beispiel sind die DryFerm Bags, die speziell für die Trocknung von Kräuter- und Pflanzenmaterial entwickelt wurden.


Trocknen, Curing und Lagern in einem System

Einen anderen Ansatz verfolgt der VIVOSUN VCure. Das Gerät kombiniert Trocknung, Aushärtung und anschließende Lagerung in einem geschlossenen System. Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden dabei technisch geregelt, während Luftstrom und Feuchtigkeit automatisch gesteuert werden. Damit richtet sich der VCure vor allem an Nutzer, die den gesamten Nachernteprozess möglichst weitgehend automatisieren möchten.


Schnelle Methoden: Ofen, Dörrautomat & Co.

Es gibt noch weitere Methoden, die vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn man Cannabis schnell trocknen möchte. Dazu gehören beispielsweise Backofen, Dörrautomat, Mikrowelle und Föhn. Welche weitere Methoden es gibt und warum sie für eine schonende Trocknung problematisch sind, erklären wir im verlinkten Beitrag.

Die Methoden im Vergleich

Methode

Vorteile

Nachteile

Geeignet für

Zweige aufhängen

gleichmäßige, langsame Trocknung; natürliche Form bleibt erhalten

benötigt vergleichsweise viel Platz

kleine bis mittlere Mengen

Trockennetz

platzsparend; mehrere Ebenen möglich

Druckstellen möglich; bei zu dichter Belegung ungleichmäßige Trocknung

wenig Platz, kleinere Buds

Growbox / Trockenzelt

Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftaustausch gut kontrollierbar

Growbox ist währenddessen anderweitig belegt

kontrollierte Trocknung

Karton

günstig und einfach

Klima schwer kontrollierbar

einfache Low-Budget-Lösung

Trockenbox

kompakt und gut kontrollierbares Klima

Anschaffung oder DIY-Aufwand

wenig Platz, gute Kontrolle

Trockenraum

viel Platz für größere Erntemengen

höherer technischer Aufwand

größere Mengen


Häufige Fehler und wie du Schimmel vermeidest

Die meisten Probleme beim Trocknen entstehen durch ein unausgeglichenes Klima oder zu wenig Luftzirkulation. Besonders wichtig ist, dass die Blüten weder zu schnell austrocknen noch über längere Zeit zu feucht bleiben.

Fehler

Ursache

Folge

Lösung

Zu schnell getrocknet

zu hohe Temperatur, zu trockene Luft oder zu starker Luftstroom

ungleichmäßige Trocknung, Qualitätsverlust

Temperatur und Luftfeuchtigkeit anpassen und langsamer trocknen

Zu langsam getrocknet

zu niedrige Temperatur oder zu hohe Luftfeuchtigkeit

erhöhtes Schimmelrisiko, muffiger Geruch

Bedingungen anpassen und für ausreichenden Luftaustausch sorgen

Direkter Luftstrom

Ventilator bläst direkt auf die Blüten

äußere Bereiche trocknen zu schnell aus

Ventilator indirekt ausrichten

Zu wenig Luftbewegung

stehende Luft oder unzureichender Luftaustausch

Feuchtigkeit staut sich, Schimmelrisiko steigt

für sanfte und gleichmäßige Umluft sorgen

Blüten liegen zu dicht

zu wenig Abstand zwischen den Buds

Feuchtigkeit kann sich zwischen den Blüten stauen

ausreichend Abstand halten

Zu hohe Luftfeuchtigkeit

zu feuchte Raumluft oder unzureichende Abluft

Schimmel und muffiger Geruch

Luftfeuchtigkeit senken und Luftaustausch verbessern

Kontrolliere während der gesamten Trocknung regelmäßig Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Wenn sich ein muffiger oder ungewöhnlicher Geruch entwickelt oder einzelne Blüten auffällig feucht bleiben, solltest du die Bedingungen überprüfen und ggfs. anpassen.


Was kommt nach dem Trocknen?

Nach der Trocknung ist deine Arbeit noch nicht ganz abgeschlossen. Beim Curing geht es darum, die verbleibende Feuchtigkeit innerhalb der Blüten auszugleichen und anschließend möglichst stabile Bedingungen zu erhalten. Dafür gibt es spezielle Behälter und Beutel wie zum Beispiel die Grove Bags TerpLoc Beutel, die auf kontrollierte Feuchtigkeit und die Aufbewahrung getrockneter Blüten ausgelegt sind.


Zusätzlich können Feuchtigkeitsregulatoren wie Boveda Hygro-Packs oder Integra Boost eingesetzt werden. Sie dienen dazu, die relative Luftfeuchtigkeit in einem geschlossenen Lagerbehälter zu stabilisieren.


Für die längerfristige Lagerung stehen unterschiedliche Behälter und Systeme zur Verfügung. Dazu gehören beispielsweise der Boveda CVault, Purize Humidor oder spezielle Lagerbeutel wie der Boveda Fresh Bag.

Auch bei der anschließenden Lagerung kommt es auf die richtigen Bedingungen an. Licht, Sauerstoff, Temperatur und Luftfeuchtigkeit können die Qualität deiner Blüten über die Zeit hinweg weiter beeinflussen. Wie das Curing bzw. die Fermentierung genau funktioniert, welche Luftfeuchtigkeit dabei sinnvoll ist und worauf du bei der langfristigen Lagerung achten solltest, zeigen wir dir ausführlich in einem eigenen Beitrag.


Wissenschaftlicher Deep Dive für angehende Profis

Beim Trocknen entscheidet sich mit, ob deine Cannabisblüten später aromatisch duften, angenehm abbrennen und ihre Qualität erhalten, oder ob sie kratzen, muffig riechen und an Qualität verlieren.

Während Cannabis trocknet, verliert das Pflanzengewebe langsam Wasser. Gleichzeitig laufen verschiedene biologische und chemische Prozesse ab, unter anderem der Abbau von Chlorophyll und Zucker. Wie diese Prozesse ablaufen, wird maßgeblich von Zeit, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung beeinflusst.

Wer Cannabis zu schnell oder unter ungünstigen Bedingungen trocknet, kann dadurch Aromen und andere wertvolle Inhaltsstoffe verlieren. Auch Haptik und Struktur der getrockneten Blüten werden durch den Trocknungsprozess beeinflusst.


Wer jetzt genauer wissen möchte, was dabei eigentlich in und um die Blüte passiert, kann hier etwas tiefer einsteigen.


Zunächst möchten wir einige Prozesse vorstellen, die während der Trocknung meist parallel ablaufen, und die wir besonders spannend und relevant finden:


Luftstrom und Wassertransfer

Beim Trocknen bewegt sich Wasser aus dem Zellinneren über Zellwände in die Umgebung. In welcher Geschwindigkeit das passiert, hängt von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftgeschwindigkeit und Materialstruktur ab. 


Eine aktuelle Studie zur Trocknung von Cannabis kam zu dem Ergebnis, dass bei einer Temperatur von 25 °C und 1 m/s Luftstrom eine Trocknungszeit von 24 Stunden nötig war.¹ Wurde der Luftstrom auf 2 m/s verdoppelt, vergingen lediglich 9,5 Stunden, um das gleiche Ergebnis zu erzielen. Die Stärke des Luftstroms kann somit einen erheblichen Unterschied machen. Für die praktische Trocknung zu Hause bleibt daher eine sanfte und indirekte Luftbewegung sinnvoll.


Vapor Pressure Deficit (VPD): Zusammenspiel von Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit beeinflussen gemeinsam, wie schnell Feuchtigkeit aus den Blüten an die Umgebung abgegeben wird. Der VPD hilft dabei, diesen Zusammenhang und die Geschwindigkeit der Feuchtigkeitsabgabe besser einzuordnen. Bei einer höheren Temperatur oder einer niedrigeren relativen Luftfeuchtigkeit steigt der VPD. Die Trocknung kann dadurch schneller ablaufen. Bei einem niedrigeren VPD wird die Feuchtigkeitsabgabe entsprechend langsamer.


Man könnte vereinfacht auch sagen, dass der VPD beschreibt, wie stark die Umgebungsluft Feuchtigkeit aus den Blüten „zieht“ (man spricht in dem Kontext auch vom „Verdunstungsantrieb“). Ein Bereich um 0,8-1,1 kPa gilt als optimal für gleichmäßiges Trocknen.


Der konkrete Wert sollte jedoch nicht isoliert betrachtet werden, sondern immer zusammen mit den tatsächlichen Bedingungen und dem Zustand der Blüten.


Ist der VPD zu hoch, trocknet die Außenschicht zu schnell und verhärtet, während innen noch Restfeuchtigkeit bleibt. Bei zu niedrigem VPD stagniert der Trocknungsprozess und das Risiko für Schimmel steigt. Somit könnte man den VPD als äußere Steuergröße des Trocknungsprozesses bezeichnen. Der VPD ist dabei eng mit der Wasseraktivität (aw) verknüpft.


VPD Rechner für Cannabis-Trocknung

Damit du ganz schnell die richtigen Werte findest, um dein Cannabis anständig zu trocknen, haben wir einen praktischen VPD Rechner speziell für den Trocknungsprozess erstellt:


Wasseraktivität oder Activity of Water (aw bzw. aw-Wert)

Der aw-Wert beschreibt, wie viel “aktive” Feuchte noch im Pflanzengewebe vorhanden ist, also wie leicht Wasser noch chemisch/physikalisch im Material beweglich ist. Studien zeigen, dass für getrocknete Cannabisblüten ein Bereich von 0,55 bis 0,65 aw optimal ist (ASTM D8197-21). Unter 0,55 aw erhöht sich das Risiko für Terpen- und Wirkstoffverlust, über 0,65 aw steigt die Gefahr für Schimmel und schädliche Mikroben.²


Zusammenfassend kann man sagen: Ein optimaler VPD sorgt dafür, dass Feuchtigkeit gleichmäßig abtransportiert wird, sodass die aw im Zielbereich gehalten werden kann. Wird der VPD zu hoch gewählt, kann das Pflanzenmaterial zu schnell trocknen (aw fällt rasch unter den Zielbereich) und externe Kristallisation oder harte Außenschicht entstehen („case-hardening“), wodurch innen noch Feuchtigkeit verbleibt.  Für Homegrower ist eine direkte Messung allerdings meist nicht praktikabel, da dafür spezielle Messgeräte erforderlich sind. Für die normale Trocknung reichen deshalb die praktischen Kontrollmethoden aus, die wir weiter oben beschrieben haben. Der aw-Wert ist vor allem dann interessant, wenn du die Trocknung aus wissenschaftlicher oder professioneller Sicht genauer betrachten möchtest.


Enzymatische und chemische Umwandlungen

Nach der Ernte laufen enzymatische Prozesse ab, z.B. wird Chlorophyll ab- und Zucker umgebaut. Wenn das Trocknen zu schnell oder bei falschem Klima abläuft, kann dieser Abbau unvollständig oder fehlerhaft sein, was negative Effekte auf Aroma und Brennverhalten hat. Auch Dunkelheit spielt eine wichtige Rolle beim Abbau von Chlorophyll, wie die Untersuchungen von Katsuhiko Okada an Reisblättern zeigen konnte.³ Wir empfehlen daher Cannabis bei völliger Dunkelheit zu trocknen.


Terpene und Cannabinoide während der Trocknung

Beim Trocknen geht es nicht nur darum, Wasser aus den Blüten zu entfernen. Gleichzeitig können sich die Konzentrationen und Profile von Terpenen und Cannabinoiden verändern.

Wie stark diese Veränderungen ausfallen, hängt unter anderem von der gewählten Trocknungstemperatur ab. Eine Studie von Chen et al.⁴  untersuchte die Trocknung von Cannabis sativa bei Temperaturen zwischen 40 und 90 °C. Mit zunehmender Temperatur nahm die Retention der Terpene deutlich ab: Über die untersuchten Bedingungen sank sie von 82,1 % auf 29,9 %. Gleichzeitig beeinflusste die Temperatur auch die Umwandlung von CBDA zu CBD.

Auch Untersuchungen an medizinischen Cannabisblüten zeigen einen Zusammenhang zwischen Trocknungstemperatur und Terpenverlust. In einer Studie mit verschiedenen Mikrowellen-Trocknungstemperaturen waren die Terpenverluste bei 80 °C deutlich größer als bei niedrigeren Temperaturen.⁵

Die Studien sprechen damit für eine möglichst kontrollierte und moderate Trocknungstemperatur, wenn das ursprüngliche Terpenprofil und die Qualität der Blüten möglichst gut erhalten bleiben sollen. Das bedeutet allerdings nicht, dass eine bestimmte niedrige Temperatur automatisch das optimale Ergebnis garantiert: Auch Trocknungsdauer, Luftfeuchtigkeit, Luftbewegung und die jeweilige Sorte beeinflussen das Ergebnis.


Innovative Methoden zur Trocknung von Cannabis

Neben der klassischen Lufttrocknung gibt es inzwischen auch Verfahren, die vor allem im professionellen und industriellen Bereich eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise die Trocknung unter kontrollierter Atmosphäre und neuere Verfahren wie die Cold Plasma Methode.

Bei der Trocknung unter kontrollierter Atmosphäre werden Temperatur, Luftfeuchtigkeit und die Zusammensetzung der Umgebungsluft gezielt gesteuert. Dadurch lässt sich der Trocknungsprozess unter reproduzierbaren Bedingungen durchführen und besser auf die gewünschte Produktqualität abstimmen.

Für Homegrower sind solche Verfahren allerdings kaum relevant. Sie zeigen vor allem, welche Möglichkeiten entstehen, wenn sich Temperatur, Luftfeuchtigkeit und weitere Umgebungsbedingungen während der Trocknung präzise kontrollieren lassen.


Studie 1: Cultivar-Specific Drying Approaches (PMC11013261, 2024)

In dieser Arbeit wurde untersucht, wie sich unterschiedliche Gas-Atmosphären beim Trocknen auf die Stabilität von Terpenen und Cannabinoiden auswirken. Die Forscher verglichen klassische Lufttrocknung mit kontrollierten Atmosphären, bei denen der Sauerstoffanteil gezielt reduziert wurde:

Bedingung

Gas-Zusammen- setzung

Ziel

Wirkung auf Terpene/Cannabinoide

Umgebungsluft

ca. 21 % O₂, 78 % N₂, < 1 % CO₂

Kontrollgruppe

normaler Oxidationsverlauf, typische Terpenverluste

Modifizierte Atmosphäre (MA)

5 % O₂, 5 % CO₂, 90 % N₂

reduzierte Oxidation, leicht antimikrobiell

deutlich langsamerer Terpenabbau, bessere THC-Stabilität

Reines N₂

≈ 0 % O₂, fast ausschließlich Stickstoff

nahezu vollständiger Sauerstoffausschluss

minimaler Terpenverlust, kaum THC → CBN-Umwandlung, aber teuer und technisch anspruchsvoll


Der Hintergrund:

Sauerstoff ist der wesentliche Treiber für die Oxidation, also dem Prozess der Monoterpene (z.B. Limonen, Myrcen) und Cannabinoide (v.a. THC) abbaut oder chemisch verändert. Je weniger Sauerstoff, desto langsamer laufen diese Reaktionen ab.


Die Ergebnisse:
  • Der Terpenabbau konnte in Stickstoffatmosphäre signifikant reduziert werden.

  • Besonders Monoterpene, die normalerweise am schnellsten oxidieren, blieben stabiler erhalten.

  • Die optimale Zusammensetzung hing jedoch von der Sorte (Cultivar) ab:

    • Sorten mit hohem Myrcen- oder Limonenanteil profitierten stärker von N₂-Atmosphären.

    • Andere (z.B. reich an Caryophyllen oder Humulen) reagierten weniger empfindlich auf Sauerstoff.

  • Auch die THC-Stabilität blieb in CO₂/N₂-Atmosphären über Wochen messbar höher als bei normaler Luft.


Studie 2: Enhancing Drying Efficiency and Terpene Retention of Cannabis Using Cold Plasma (ScienceDirect, 2025)

Diese Studie untersuchte den Einsatz von Cold Plasma – einer neuartigen, physikalisch-chemischen Technologie – als Vorbehandlung vor dem eigentlichen Trocknen.


Was ist Cold Plasma?

„Kaltes Plasma“ ist ein ionisiertes Gasgemisch (z.B. Luft oder Stickstoff), das reaktive Sauerstoff- und Stickstoffspezies (ROS/RNS) enthält. In der Lebensmitteltechnik wird es bereits genutzt, um Oberflächen zu desinfizieren und Feuchtigkeit gezielt zu beeinflussen, ohne das Material thermisch zu schädigen.


Ziel der Studie:
  • Trocknungszeit verkürzen, ohne das Produkt zu überhitzen

  • Mikrobielle Belastung senken

  • Terpene und Cannabinoide möglichst erhalten


Ergebnisse:
  • Die Cold-Plasma-Behandlung reduzierte die mikrobiologische Aktivität auf den Blütenoberflächen deutlich - ähnlich effektiv wie Pasteurisierung, aber ohne Temperaturanstieg.

  • Dadurch konnte die anschließende Trocknung schneller erfolgen, da weniger mikrobielles Wachstum die Oberflächenschicht „abdichtete“.

  • Terpene wurden besser erhalten als bei konventioneller Heißlufttrocknung gleicher Dauer.

  • Besonders stabil blieben β-Caryophyllen und Humulen, während Limonen und Myrcen teils weiterhin Verluste zeigten.


Schlussfolgerung:

Cold Plasma könnte künftig eine schonende Alternative zu klassischen Entkeimungs- oder Beschleunigungsverfahren werden. Derzeit ist die Technologie allerdings noch experimentell und teuer.


Fazit: Wissenschaft trifft Handwerk

Eine gute Trocknung ist letztlich das Zusammenspiel mehrerer Faktoren: Vor allem Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftbewegung und Zeit beeinflussen gemeinsam, wie sich der Feuchtigkeitsgehalt und die Qualität während des Prozesses verändern.


Die wissenschaftlichen Erkenntnisse erklären damit vor allem, warum eine langsame und kontrollierte Trocknung sinnvoll ist. Für die praktische Umsetzung bleibt entscheidend, die Bedingungen möglichst konstant zu halten und die Blüten regelmäßig zu kontrollieren.


FAQ

Wie lange dauert es, Cannabis zu trocknen?

In der Regel dauert das Trocknen von Cannabis etwa 7 bis 14 Tage. Je nach Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftbewegung sowie Größe und Dichte der Blüten kann die Trocknungsdauer aber auch länger oder kürzer ausfallen.

Welche Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind beim Cannabis-Trocknen ideal?

Als Ausgangspunkt empfehlen wir 18-21 °C und etwa 50-55 % relative Luftfeuchtigkeit. Entscheidend ist, dass die Blüten langsam und gleichmäßig trocknen und gleichzeitig das Schimmelrisiko gering bleibt.

Was bedeutet Slow Dry beim Cannabis-Trocknen?

Mit Slow Dry oder Slow Drying ist eine langsame und kontrollierte Trocknung der Cannabisblüten gemeint. Dabei soll die Feuchtigkeit nicht möglichst schnell, sondern gleichmäßig entzogen werden, damit die äußeren Bereiche nicht zu früh austrocknen, während im Inneren noch viel Feuchtigkeit vorhanden ist.

Wie wichtig ist ein Ventilator beim Trocknen von Cannabis?

Eine sanfte Luftzirkulation hilft dabei, feuchte Luft aus dem Bereich der Blüten abzuführen und Schimmel zu vermeiden. Der Ventilator sollte jedoch nicht direkt auf die Blüten gerichtet sein, da die äußeren Bereiche sonst zu schnell austrocknen können.

Kann man Cannabis auf dem Balkon oder draußen trocknen?

Grundsätzlich ist das möglich, aber nicht ideal. Draußen lassen sich Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung deutlich schlechter kontrollieren. Außerdem können direkte Sonneneinstrahlung und wechselnde Wetterbedingungen die Trocknung beeinflussen.

Wenn du draußen trocknest, sollte die Ernte zumindest vor direktem Licht und Feuchtigkeit geschützt sein.

Woran erkenne ich, dass Cannabis trocken genug ist?

Der Stiel-Knack-Test ist eine gute erste Orientierung: Kleine Stiele sollten beim Biegen hörbar brechen. Ganz zuverlässig ist der Test jedoch nicht, da die Feuchtigkeit innerhalb einer Blüte unterschiedlich verteilt sein kann.

Wie kann ich Schimmel beim Trocknen vermeiden?

Achte auf ausreichenden Luftaustausch, genügend Abstand zwischen den Blüten und ein stabiles Klima. Dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit und stehende Luft können das Schimmelrisiko erhöhen.

Wie viel Gewicht verliert Cannabis beim Trocknen?

Als grobe Orientierung verliert Cannabis beim Trocknen etwa 70-80 % seines ursprünglichen Gewichts.

Aus 100 g frisch geernteten Blüten bleiben damit ungefähr 20-30 g übrig.

Welche Methode eignet sich am besten zum Trocknen von Cannabis?

Das hängt von Erntemenge, Platz und Möglichkeiten zur Klimakontrolle ab. Ganze Zweige aufzuhängen ist die klassische Methode, während Trockennetz, Growbox, Trockenzelt oder Trockenbox je nach Situation unterschiedliche Vorteile bieten.

Was kommt nach dem Trocknen?

Nach dem Trocknen kann das Curing bzw. Aushärten folgen. Dabei können sich Feuchtigkeit und Aroma innerhalb der Blüten weiter verändern.

→ Mehr dazu erfährst du in unserem ausführlichen Beitrag zum Curing und zur richtigen Lagerung von Cannabis.


Quellenverzeichnis

  1.  Lumu, S., Sarker, N.C., Hatterman-Valenti, H. et al. Testing Drying Kinetic Models and the Effect of Drying on Cannabinoids of Floral Hemp (Cannabis sativa L.) in a Pilot-Scale Cabinet Dryer. Journal of Biosystems Engineering 50, 117-129 (2025). https://doi.org/10.1007/s42853-025-00255-2

  2. ASTM D8197-21. Standard Specification for Maintaining Acceptable Water Activity (aw) Range (0.55 to 0.65) for Dry Cannabis Flower Intended for Human/Animal Use. ASTM International, 2021. https://store.astm.org/d8197-21.html

  3. Okada, K., Inoue, Y., Satoh, K., Katoh, S. Effects of Light on Degradation of Chlorophyll and Proteins during Senescence of Detached Rice Leaves. Plant and Cell Physiology 33(8), 1183–1191 (1992). https://doi.org/10.1093/oxfordjournals.pcp.a078372

  4. Chen, C. et al. Effect of hot air and infrared drying on the retention of cannabidiol and terpenes in industrial hemp (Cannabis sativa L.). Industrial Crops and Products 172, 114051 (2021). https://doi.org/10.1016/j.indcrop.2021.114051

  5. Uziel, A. et al. Solid-State Microwave Drying for Medical Cannabis Inflorescences: A Rapid and Controlled Alternative to Traditional Drying. Cannabis and Cannabinoid Research 9(1), 397-408 (2024). https://doi.org/10.1089/can.2022.0051


*Disclaimer: Dieser Beitrag dient ausschließlich der neutralen Information über Anbau- und Trocknungsmethoden von Cannabis. Wir distanzieren uns ausdrücklich vom Konsum oder der Förderung illegaler Aktivitäten. Bitte informiere dich über die geltenden Gesetze in deinem Land und halte dich stets an die gesetzlichen Bestimmungen. Der Inhalt richtet sich ausschließlich an Personen, für die der Anbau von Cannabis legal ist.




 
 

Über mich:

portrait_fachautor_marius_lika.png

Mein Name ist Marius Lika und ich bin erfahrener Autor mit zahlreichen Veröffentlichungen zum Thema Cannabis. Meine Expertise im Bereich Cannabinoide und Psychedelika stelle ich in meinen Artikeln regelmäßig unter Beweis. Zusammen mit meinem Team aus Designern, Schreinern und Growern, will ich dir zu deiner eigenen DIY Growbox verhelfen.

Kontaktformular

Vielen Dank für deine Nachricht!

bottom of page